In Zusammenarbeit mit DraSpeRo pferdegeschützte Therapie

Wie angekündigt befasse ich mich seit geraumer Zeit mit einem ganz neuem Thema. Angstbewältigung heißt dieses, und glaubt mir, ich habe sehr lange überlegt ob ich es hier rein stelle. Kurz zu mir, für alle die mich nicht kennen. Ich habe ein Geschäft mit Reitsportartikeln, bin da damals so reingeschlittert: als komplett Seiteneinsteiger habe ich 2008 das Geschäft eröffnet. Zu dem Zeitpunkt hatte nur einer was mit Pferden zu tun, das war unser Sohn. Ich bin (war) die typische Muddi die ihrem Kind eigentlich beim Reiten zu schaut, höchstens mal das Pferd mit ausgestreckter Hand ein bisschen streichelte. Auf kurz oder lang habe ich geschäftlich gemerkt das ich meine Kunden beraten muss und das kann ich nur wenn ich auch reite. Dann mache ich das , dacht ich :), kann ja nicht soo schwierig sein.  

Inzwischen hatten wir auch ein eigenes Pony und es kommt so: Es sind jetzt 8 Jahre wo ich probiere ein Pferd zu Reiten. Ich gehöre zu den Schissern , das ist kein Auto , ich kann nicht Gas geben wie ich will, ich kann nicht auf die Bremse treten und und und ...hatte zwischendurch immer mal aufgegeben, irgend wie reizt es mich aber doch und schon schlitter ich wieder in was rein. Mittlerweile haben wir ein grosses Pferd, mittlerweile ist das Kind in der Pubertät und mittlerweile hat das Kind den Reitsport aus verschiedenen Gründen aufgegeben oder er pausiert ? Die Gedanken: Nein , wir werden dieses Pferd nicht verkaufen. Schon vorher haben wir unseren Sohn unterstützt mit Turniervorbereitung oder mal longieren (ich nicht)... also Potenzial ist da :) Um was zu machen?????

Ich weiß es nicht

Damals: Unser Pony Lolita mit unserem Sohn. Da habe ich es schon probiert , Schritt und Trab ging aber immer musste jemand dabei sein, das Pony von der Koppel holen : ging gar nicht...  mit dem Pony alleine sein, putzen : konnte ich vergessen. immer angespannt , immer Angst das sie sich erschreckt ,ich sie nicht gehalten krieg . Sie war nun mal sehr lebhaft, aber auch lieb , ich habe es nicht hinbekommen :(. Die ganzen Jahre über habe ich es dann im Schulbetrieb mit versucht. Immer das selbe , immer angespannt , immer nur Schritt ,Trab , immer auch wieder große Pausen, die Motivation war dann auch oft weg.

Ja, das bin ich auf einem ganz bravem Pony in Gadow. War eine sehr schöne Zeit, aber auch da nur Schritt und Trab , und egal wo ich auch war alle haben sie mir erzählt das es ganz einfach ist und das ich das auch kann, muss mich nur trauen. Was mir jetzt seit dem ich mit Sandra arbeite bewusst wird: ich habe mir nie die Mühe gemacht und mich mal anderwertig mit dem Pferd beschäftigt. Für mich waren es immer große Lebewesen denen ich nett gegenüber trat, aber für mich war auch immer klar. die kann ich nicht bewegen wie ein Auto. Also die reagieren schon auch selbst. Klar hatte ich etwas Grundwissen , ich habe mich aber nie intensiv mit dem Lebewesen Pferd auseinandergesetzt.

Contour

Das ist er. Unser Conti. Am 01.09.2014 haben wir ihn geholt, vom Händler, er wog 150kg zu wenig,  und vom ersten Tag an haben wir das Gefühl gehabt er denkt er ist im Urlaub. Schaut ihm mal in Augen, und da war es dieses Gefühl von Wärme, Hilflosigkeit, Fragen.... OMG( Oh mein Gott) was hat er denn erlebt. Um ihn geht es . Als ich ihn das erste Mal sah, beim probe Reiten mit meinem Sohn dachte ich : Nee, wenn er mit diesem Pferd in den Parcour rein reitet brauch ich Tabletten. Ja , so sind die Mamas .Es hat über ein Jahr gedauert um ihn körperlich und psychisch aufzupepeln. Ich war ja oft mit, er soo groß 1,74m ich 1,58m . Ich konnte die erste Zeit nicht mal beim Unterricht zu schauen, wenn er anfing zu galoppieren, ihr kennt das bestimmt, dieser Herzschlag am Hals, Übelkeit. Aber ich fing an ihn immer zu betüteln beim putzen , und er ist echt lieb , er genießt das. Mein Mann hatte nie ein Problem. 

Der Weg ist das Ziel. Das ist er jetzt. Ich bin unheimlich stolz auf meinen Sohn , das er nicht so ehrgeizig ist, das er sich wirklich diese Zeit genommen hat , ich glaube es ist ihm nicht mal bewusst was er dort geleistet hat. Stress und Druck könnte dieses Pferd nicht mehr ertragen. Das haben wir gemerkt. Wir haben ihn ja durchchecken lassen , und alle die ihn kennen lernten waren begeistert von seiner Ruhe, von seinem Charakter. Ich auch, aber die Angst ihn alleine zu halten oder ihn mal aus der Box zu holen...es ging einfach nicht. Die Ereignisse überschlugen sich und wir mussten eine Entscheidung treffen , uns allen war klar: er wird nicht verkauft. Über eines bin ich ganz doll enttäuscht:

Wenn wir Erwachsenen einen Burnout haben dann ist das schlimm und ok. Kann ein Jugendlicher nicht mehr , dann erntet er böse Blicke und Gerede.

Und das bin ich jetzt mit ihm. Unvorstellbar schön. Es sind nicht die Übungen die Sandra mit mir macht, nein, es sind die Sätze, die Hinweise, die kleinen Fragen , die Aufgaben.

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Entscheidungen

Das hier ist im Februar. Wenn ich das Bild heute sehe denke ich: " Oh mein Gott". Damals war ich stolz, hab mich so gefreut. Jetzt sehe ich selbst wie angespannt ich dort bin, verkrampft und mein Puls Richtung Kopf springend. woher kommt sie bloß diese Angst, wenn man ihn sieht, total entspannt. Auch da war ich nicht alleine in der Halle. Man hat mir ja auch Hilfe angeboten, von vielen Seiten. Aber ich wollt nicht dauernd fragen, komm mir doof vor. Ich war nicht jeden Tag dort . Mir wurde klar: wenn ich das nicht regelmäßig mache , nur mal alle 3-4 Tage dann wird das nichts. Zeit hätte ich gefunden zu fahren ,hätte aber alleine fahren müssen .Scheiß geht nicht, oder ich frag ob jemand mir helfen kann. Ein paar mal hab ich das auch gemacht. Das hilft mir aber auch nicht wenn immer nur jemand da steht ,hast du verschiedene Leute, die erzählen dir auch alle was anderes. Schwierig für mich auch: Ich bin im normalen Leben eigentlich ein "Macher", geht nicht gibt's nicht. Dann dieser Druck : dieses Pferd muss bewegt werden. Er wurde ja bewegt, mein Mann hat ihn ja dann longiert. Dann munkelte man auch noch das der Stall wohl verkauft wird . Ich habe bloß immer gedacht : Wir können ihn nicht verkaufen. Ich habe ihn dann immer mit geputzt und geschmust und wusste : du musst eine Entscheidung treffen.

Beim Reiten ist es ja genau so. Ich kann nicht galoppieren. Bin verkrampft, treibe und zerre gleichzeitig an den Zügeln. Zig male in verschieden Reitställe probiert. Hoffnungslos .Alle bei denen ich Reitunterricht hatte meinten ich könnte das, weil ich hab einen guten und recht sicheren Sitz und sie wüßten nicht warum das nicht geht ,muss mich nur trauen..... 

Sandra kenne ich von meinem Hoffest. Ich hatte sie auch schon länger in meinem Kopf . Mir wurde bewusst , wenn ich mir keine Hilfe hole dann kann ich  es vergessen. Unsere erste Einheit war dann im Februar , kennen lernen. Ich gebe zu ,ich war skeptisch, ich wusste aber wenn ich das nicht probiere dann hab ich verloren, ich werde es vielleicht bereuen.

Ich war total nervös , sie wollte mir zu schauen. Ich frug sie: bei was denn? Ich mache ja gar nichts alleine... sie ließ mir die Wahl, ich wollte ihn longieren , weil ich war ja nicht alleine, sie war ja da . Ich muss gerade lachen ;) . Ich habe mich mehr mit der Longe befasst als mit dem Pferd.

Und dann ging sie los, die Zusammenarbeit mit ihr. 

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Vorwärts oder Rückwärts

Dieser erste Tag mit Sandra. Wir kannten uns nur flüchtig. Ich war gespannt, auf der Hinfahrt hat sie mir alles erklärt. Das erste Treffen ist ja eine Art kennenlernen. Sie muss mich ja sehen mit dem Pferd und meine Probleme und umgekehrt genauso. Die Chemie muss auch passen. Zwischenzeitlich hatte ich ja schon unzählige male den dicken alleine geputzt und aufgetrenst. Nach diesem ersten Tag musste ich mich entscheiden und ich wusste das wird ein langer Weg. Diese Einheit wühlte mich dermaßen auf. Roundpenarbeit hat sie mir empfohlen. Oh Gott , ich alleine mit dem Pferd da drin? Meine Haltung , meine Körpersprache.....und wer kennt das nicht: Wir alle haben ja auch noch Familie, Arbeit , Kinder , Partner. Völliges durcheinander in meinem Kopf. Natürlich haben wir uns dafür entschieden, aber unregelmäßig , ohne feste Termine. Ich hatte einfach zu viel um die Ohren um das gleich fest zu machen. Aber es arbeitete in meinem Kopf und wir blieben auch in Kontakt. Zwischendurch war dann ein Horsemanchipkurs in unserem Verein den wir uns anschauten. Wir waren völlig begeistert und wollten das nächsten Tag gleich ausprobieren . Ich habe vor Ort schon lachen müssen, weil: Theorie ist das eine praktisch, ihr wisst was ich meine ;).

So war es auch... wir haben aber geübt und geübt , gefiel uns immer mehr. Wochen später habe ich einen Termin mit Sandra gemacht und ihr meine Fortschritte gezeigt, auch Roundpen lief schon gut , musste aber immer einer draußen stehen. Dann lief eine Angstreiterchallenge auf Facebook und das hab ich überlegt: mache ich da mal mit ????

Ich musste schon überlegen. Dann mach ich es aber öffentlich. Ich führe ein Reitsportgeschäft, die Reiter kennen mich ...aua... die wissen das ja wohl alle das ich ein" Nicht Reiter" bin und nur so rum tuddel . Aber diese Sache jetzt sooo anzugehen. Das dauerte auch wieder eine Woche bis ich mich entschieden habe . Scheiß drauf, meine Kunden kennen das ja von mir , das Geschäft hab ich auch als "Nicht Reiter" eröffnet . Ich habe nicht einmal als Kind auf einem Pony gesessen . Ich wusste nicht was Schlaufer oder Dreieckszügel sind geschweige von den Gebissen oder KB ,VB bei den Reithosen. Also, egal...  ich mach da mit. Dort haben mir täglich Aufgaben bekommen im Theoriebereich die wir beantworten mussten . Anfängliche Schwierigkeiten wegen den Mails die man nicht bekommen hat und man hatte keinen persönlichen Berater. Es gab jede Woche eine Videobotschaft. Die letzte Woche habe ich aus Zeitgründen nicht geschafft, ich hätte sie mir kaufen können.... lach lach das war so auch nicht abgemacht. Trotz allem habe ich dort gemerkt das das sehr viel mit Theorie zu tun hat und das ich wirklich eine ganz andere Sichtweise bekam . Wir sollten ja auch das Pferd beobachten und sowas... noch nie war das in irgend einer Reitstunde ein Thema. Dann bot man dort einen Online Kurs an über 9 Monate ... wieder überlegt, mehrere Tage...habe Sandra angeschrieben und ich wusste schon was sie sagen wird. Ich muss das selber entscheiden... mir war sofort klar: online is QUATSCH ich hab sie doch vor Ort, was will ich denn mehr, ich muss mich doch einfach nur entscheiden. Mir war klar das sie regelmäßig kommen muss. Ansonsten wird das nix.

Dieses : ach is egal... ist auch nicht so einfach. Es gibt Tage , da steh ich voll dazu, dann gibt es wieder Tage wo ich denke: Oh man hoffentlich is keiner da, sonst werde ich beobachtet, dann werde ich erst Recht unsicher. Dann hast du auch die ganz netten die wirklich andauernd fragen: Soll ich dir helfen oder kommst du klar? Sie meinen es alle nett , aber machen wir uns nichts vor , es wird drüber gelacht, geredet und auch gerätselt. Und selbst jetzt wo es einige wissen werde ich gefragt: He? Warum denn nicht? Wieso kannst du ihn denn nicht da raus holen ? Man kann es doch nicht erklären , ich weiß nicht warum. Der macht doch nichts. Ja, ich weiß, trotzdem. Und man geht nach Hause, und man ist so traurig, so enttäuscht, man zweifelt an sich selbst, man stellt alles in Frage. Man will es können, es geht einfach nicht. Viele aus der Gruppe kennen das , und sie denken sie sind alleine. Nein das seit ihr nicht. Und immer wenn ich zum dicken gehe ,weiß ich das es richtig ist diesen Weg zu gehen.

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Zweifel

Geht es euch auch immer so? Wenn ich jetzt mal 3 Tage nicht da bin und gar nichts machen konnte fühle ich mich schlecht. Ich komme mir dann vor als wenn mich das um Längen zurück wirft. War gestern so. War WE arbeiten und gestern wollten wir Vormittag hin, hab dann schon gemerkt das wird auch nichts, wäre nur Stress und das bringt nichts. Das hab ich ja auch schon realisiert. Der ganze Tag war dann auch so chaotisch und je näher er Abend kam umso schlechter war ich drauf. Ich wollte Abends aber unbedingt noch hin. Zum 20.00 Uhr wurde es dann auch mal, habe dann auch schon realisiert das mit arbeiten mit dem dicken nichts mehr wird. Ich war einfach platt, Kopf zu und voll und wütend. Und dann kamen wieder diese doofen Gedanken:  wieso krieg ich das nicht hin, warum brauch ich so lange , ich habe einfach kein Durchhaltevermögen ,ich bin nicht ehrgeizig genug... war kurz vorm heulen... ich habe, Gott sei Dank, jemanden der mir da bei steht und mich tröstet. Wir saßen auf der Bank , unser und die eine Stute standen neben uns am Heu Wagen. Auf einmal bin ich aufgestanden und ohne groß zu überlegen bin ich zu unserm dicken hin ,hab ihm die Hand gezeigt und gesagt: komm mit. Aber völlig im Tran. er kam mit , wir sind nach vorne gegangen , da lag eine Bürste auf der Erde , ich dacht: ich nehm die jetzt mal sehen was er macht. Er stand und war völlig entspannt und ich hab ihn ca. ne viertel Stunde gebürstet und massiert. Ohne alles, kein Halfter , kein Strick... und mein Mann: 20m entfernt  . Vor  2 Wochen noch undenkbar. Und ich hab das gar nicht so recht realisiert, wollte nur meine Ruhe. Da war die Welt wieder in Ordnung. Wie doch Enttäuschung und Freude so dicht beieinander liegen können ja, krass.

 

So, nun zu Heute. Hatte meine Einheit mit Sandra und hab ja gesagt das ich diese Kurzvideos hier rein stelle. Achtet auf meine Haltung, am Anfang war ich nervös, mulmiges Gefühl, habe ihn schon paar Wochen  nicht am Seil gearbeitet, weil er krank war. Wusste wieder nicht : wie los schicken...welche Hand wo.... auf die Haltung achten... atme wenn du nervös bist. Das Ergebnis: wir haben so ein tolles Pferd... er ist so zauberhaft ... ich bin froh das ich mir Sandra geholt hab . Aber seht selbst.

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kleine Schritte - für mich ganz große

Habe ja letzte Woche eine Theoriestunde gehabt. Wir haben Kärtchen angefertigt. mit: erreicht , Ziele, Gefühl unterteilt in positiv und negativ. Erst war es schwierig ,meine Ziele. Da sag ich ja immer: eventuell, vielleicht . Weil ich mir  so unsicher bin, ich weiß nicht ob ich es schaffe ihn jemals zu Reiten. Dann habe ich festgestellt das ich sehr viel mit Ausreden arbeite. Ist mir schon aufgefallen. Dann sollte ich sie aufschreiben... oh.. da fielen mir aber viele ein... jetzt hab ich keine Zeit, mach ich auf dem Rückweg , jetzt steht er zu weit weg..... erschreckend

Alles bloß weil ich denke ich komm mit ihm alleine nicht klar. Überraschend: was ich alles schon erreicht habe. Das ist schon ziemlich viel, war mir so noch nicht bewusst. Also voller Tatendrang bin ich dann nächsten Tag alleine zur Koppel, es gab keine Ausrede, und selbst wenn ich nicht mit ihm arbeite muss ich lernen das als Erfolg zu sehen. Hat auch geklappt . Mini kleine Schritte denke ich... für mich aber ein großer. 2 Tage später hab ich ihm am Seil , auf der Koppel und habe mir ein Ziel gesetzt. Du gehst jetzt bis die Koppel zu Ende ist, ist weit, und nicht umdrehen, geh einfach.. und ich bin gegangen... hab mich gefreut wie ein kleines Kind. Wieder ein Mini Schritt -für mich ein großer

Alleine das so zu sehen , das ein Mini Schritt ein großer ist, muss ich mir echt einreden. Ich merke es doch aber, wie groß die Freude bei mir ist wenn ich das geschafft habe.

Fortschritte

über 14 Tage habe ich nichts geschrieben. Nun, das heißt nicht das nichts passiert ist, ich stecke mitten in der Saison , habe viel zu tun da ich ja auch WE unterwegs bin . Außerdem zweifle  ich ein wenig an mein hiesigem Vorhaben. Keine Kommentare , keine Motivation ... find ich echt schade und da weiß ich jetzt nicht mehr wirklich ob es Sinn macht. Trotz allem mach ich jetzt weiter , tut auch mir gut. Obwohl ich kein Feedback erhalte. Habe letzte Woche erstmals seit langem wieder Freiarbeit gemacht, war toll, er reagiert sehr gut auf mich . Das schönste kam am Schluss. Ich ließ meine Schultern hängen, drehte mich von ihm weg.  Um ihm ein Zeichen zu geben: gut das war es jetzt , Feierabend. Und dann: bog er nach links ab und kam zu mir und stellte sich vor mir hin. Das war sooo süß. Und genau diese Situationen motivieren mich. Auch die Einheit mit Sandra war wieder toll. Bodenarbeit mal anders. Nach Parelli. Da wurde mir bewusst was ich gut finde und was nicht. Hatten wir gestern in der Gruppe gerade das Thema. Unser Conti ist sehr sensibel , reagiert sehr gut auf Stimme und mittlerweile auch auf Körpersprache. Wir arbeiten ja mit Karten, hatte ich ja letztens   erklärt. (siehe 14.7.), jetzt konnte ich 2 Karten mit " Ziel " in den "Erreicht " Haufen stecken. Und heute: Pferde stehen auf einer neuen Koppel. War sonst immer Horror. Alles wieder von vorn. Nein. Ich bin alleine hin gefahren und habe ihn rausgeholt. Gut , hat ca. 25 min. gedauert. Ich habe ihn dann geputzt und wieder rein gestellt. Ich wollte ihn eigentlich alleine auch longieren, ich bin noch nicht soweit. Ich bin ja mit 2 jungen Frauen auf der Koppel, wir sind gut befreundet und jeder hilft jeden. Die beiden glauben mir das nicht das ich son Schisser bin. Weil: Immer wenn jemand bei mir ist bin ich ja immer total ruhig und entspannt und kann ihn dann auch arbeiten. Würde gerne mal von Euch wissen ob es jemandem auch so geht wie mir.

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Lächerlich

Bodenarbeit. Für uns ein sehr wichtiges Thema. Nicht nur weil unser Conti im Moment nicht geritten wird. Mit unserem Pony damals haben wir nicht soviel Wert auf Bodenarbeit gelegt. Das Pony wurde auch oft longiert, oder Freispringen, oder ins Gelände , selten mal Vertrauensübungen, am Seil arbeiten... gar nicht, Freiarbeit ...auch nicht. Da haben wir uns aber auch nicht intensiv damit beschäftigt. War ja Vincent sein Pony, wir nur die Begleiter oder TT. Jetzt, seitdem wir nur noch Bodenarbeit machen, Horsemanship, longieren, Freiarbeit fällt einigen Leuten die uns kennen auf , das wir mit dem Conti ganz anders umgehen als mit unserem Pony damals. Viel intensiver, wir nehmen uns viel Zeit, wir sind relaxter . Schönes Kompliment. Im Gegenzug hört man aber auch: naja, was machen sie denn jetzt mit ihrem Pferd? Na bisschen Bodenarbeit, Horsemanship ähnlich ..( da wird dann schon gegrinst) , schade drum... schönes Pferd...( Sportpferd Continue x Contender) da ein ordentlichen Reiter drauf... aber naja.. wolln sie ja nicht..

NEIN wollen wir nicht, und was besseres kann unserem Pferd auch nicht passieren. Er fühlt sich wohl, er ist entspannt, er kommt angelaufen wenn er uns sieht.

Das ist auch nicht so einfach das mal einfach immer so weg zu stecken . Ich bin davon überzeugt das es eine ganz fantastische Sache ist, und in bestimmter Kombination schafft man es auch das dieses Pferd vom Muskelaufbau nichts weiter einbüßt oder abbaut. eigentlich mache ich mir auch nichts aus

solchem Gerede. Ich verstehe nur nicht warum man nicht einfach tolerant sein kann. Ich bin es doch auch. Da wird nicht einmal überlegt oder akzeptiert : es hat doch alles seine Gründe .

Auch deshalb bin ich froh das ich mir Sandra geholt habe. Sie hat mir erstmal den Druck raus genommen. Und sie hat Recht. Die Pferde warten nicht auf uns , das wir kommen und uns raufsetzten, er muss bewegt werden, mindestens 4-5-mal die Woche...

Ich glaube alle von uns kennen das, ist im Reitsport ziemlich schlimm.

Ich wünsche mir mehr Verständnis , mehr miteinander.. nicht gegeneinander. Könnte man jetzt noch 3 Seiten schreiben...

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